Fachkonzept - objektorientierte Modellierung

Ein Modell der Realität

Bild: Skelett eines Menschen Modelle kennst Du aus verschiedensten Bereichen. In der Biologie benutzt man Modelle des Menschen, in der Chemie beschreibt man Prozesse mit Hilfe von Atommodellen, im Garten lässt man ein Modell eines Flugzeugs fliegen. Allen ist gemeinsam, dass das Modell die Realität vereinfacht. Außerdem ist ein Modell immer nur für einen bestimmten Zweck geeignet. Man kann nicht sagen, dass ein Modell gut oder schlecht ist. Man kann nur sagen, dass ein Modell gut oder schlecht geeignet ist, um eine konkrete Aufgabe zu lösen.

Betrachten wir das Modell eines Menschen einmal genauer. Die Abbildung zeigt ein Modell eines Menschen, so wie es wahrscheinlich in jeder Biologiesammlung einer Schule vorhanden ist. Wahrscheinlich würdest Du intuitiv zustimmen, dass das Modell recht detailliert und gut ist. Wenn man z.B. zeigen möchte, warum ein Mensch seine Beine nur nach hinten, aber nicht nach vorne beugen kann, lässt sich das sehr gut mit Hilfe des Modells erklären. Auch lässt sich vorhersehen welche Knochen bei einem Sturz auf die Seite besonders gefährdet sind. Stellt man sich aber die Frage, wie das menschliche Auge funktioniert, hilft einem dieses Modell gar nicht weiter. Für diesen Fall ist eine einfache Blechdose mit einem kleinen Loch besser geeignet, obwohl man hier intuitiv nicht von einem guten Modell sprechen würde.

Man muss sich bei der Modellierung also immer fragen: Welche Informationen möchte ich aus dem Modell ableiten?

Herleitung eines objektorientierten Modells

Um ein objektorientiertes Modell zu erzeugen, muss man sich verschiedene Fragen stellen:

Grafisch lässt sich dieser Prozess folgendermaßen darstellen:

Bild: Prozess der OOM allgemein

Ein Produkt der objektorientierten Modellierung ist dann üblicherweise ein Klassendiagramm wie z.B.:

Klassendiagramm Mensch

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