Freie Software

Beispiele freier Software

Zunächst eine kleine Auswahl relativ verbreiteter GNU / Linux-Distributionen. Die Distributionen können kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden. Bei der Installation werden automatisch viele Programme mit installiert, die typischerweise von Privatanwendern benötigt werden. Eine Vielzahl weiterer Programme lässt sich anschließend noch bequem über so genannte Paketmanager nachinstallieren.

Die meisten Distributionen lassen sich als so genannte Live-DVD (im Internet als kostenloser Download verfügbar) auch ohne Installation ausprobieren. Von einer DVD läuft das Betriebssystem natürlich deutlich langsamer als von einer Festplatte, dafür kann man aber bereits vor einer eventuellen Installationsentscheidung schon einmal einen Eindruck von der jeweiligen Distribution erhalten.

Die aufgelisteten Distributionen sind nur exemplarisch. Es gibt neben diesen eine Vielzahl weiterer Distributionen, die hier nicht alle aufgezählt werden können.

Debian:
Der Paketmanager von Debian lässt sich so konfigurieren, dass sich ausschließlich freie Software nachinstallieren lässt, wodurch dann garantiert ist, dass lediglich freie Software auf den Rechner gelangen kann. Da für viele Inhalte im Internet aber patentgeschützte (und damit nicht-freie) Codecs und Dateiformate verwendet werden, lassen sich diese dann zwar einerseits nicht nutzten. Andrerseits begibt sich der Nutzer aber dadurch auch nicht in ein Abhängigkeitsverhältnis gegenüber diesen proprietären Codecs und Dateiformaten.

Ubuntu:
Diese Distribution basiert auf Debian und bietet zusätzlich auch unfreie Pakete unter dem Namen Ubuntu an, was von der FSF kritisiert wird, andererseits aber dafür sorgt, dass sich mehr – auch nicht-freie – Inhalte im Internet nutzen lassen. Weiterhin ist sehr stark in der Kritik, dass Ubuntu standardmäßig so eingestellt ist, dass es eingegebene Suchbegriffe auswertet und dem Nutzer dann Kaufempfehlungen des Onlinehändlers Amazon anbietet. Dadurch alleine wird Ubuntu zwar streng genommen nicht zu unfreier Software. Allerdings widerspricht dieses Vorgehen nach Meinung vieler Experten den moralischen und ethischen Grundsätzen der Freien-Software-Bewegung.

Mint:
Mint basiert auf Ubuntu und enthält zusätzlich viele unfreie Codecs und Programme, die es dem Nutzer erlauben sollen, auch die patentgeschützten und nicht-freien Inhalte im Internet zu nutzen. Während dies von der FSF stark kritisiert wird, heben andere hervor, dass es dadurch für die Endanwender besonders leicht und problemlos ist, auf das Betriebssystem GNU / Linux umzusteigen.

Hier nun noch eine kleine (unvollständige) Auswahl freier Software, die für den typischen Privatanwender interessant sein könnten. Als freie Software sind alle aufgelisteten Programme insbesondere auch kostenlos erhältlich und plattformunabhängig, d.h. sie laufen unter allen in Privathaushalten üblichen Betriebssystemen (GNU / Linux, Mac-OS und Windows) und können damit auch ohne eine GNU / Linux-Distribution genutzt werden.

Office-Paket: Libre Office, OpenOffice (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, freie Dateiformate)
Webbrowser: Mozilla Firefox
Emailclient: Thunderbird (mit Verschlüsselungs-Plugin „Enigmail“)
Verschlüsselung: Gpg4win (Windows), GpgTools (Apple),
(in GNU/Linux als gpg in der Regel bereits ohnehin enthalten)
Feedreader: RSSOwl, Liferea
Bildbearbeitung: Gimp
Audioeditor: Audacity
Finanzsoftware: Gnucash (professionelle doppelte Buchführung)
Mathematik: GeoGebra
Textsatzprogramm: Latex
Desktop-Publishing: Scribus
Videoschnitt: Kdenlive, Cinelerra
Programmiersprachen: Java, C++ (gcc-Compiler), Python, Php, Perl, Ruby, Scratch
Webserver: Apache
Datenbanken: MySQL
private Cloud: Owncloud, Seafile
u.v.m.
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