Fachkonzept - Klasse
Baupläne für Software-Objekte
Eine Klasse beschreibt, welche Eigenschaften und Fähigkeiten alle Objekte einer bestimmten Art besitzen. Man kann sich eine Klasse als Bauplan vorstellen, nach dem später viele konkrete Exemplare (man spricht auch von Objekten oder Instanzen) gefertigt werden.
Für den Bauplan einer Klasse brauchen wir einige Bausteine: Der Konstruktor legt fest, welche Informationen ein Objekt bei der Erzeugung benötigt. Attribute (Eigenschaften) beschreiben den Zustand eines konkreten Objekts. Außerdem definieren wir Methoden (Fähigkeiten), also Aktionen, die alle Objekte dieser Klasse ausführen können.
Klassen helfen, zusammengehörige Daten und Verhalten zu bündeln. So entsteht eine klare Struktur: Alle Objekte einer Klasse haben dieselben Eigenschaften und können dieselben Aktionen ausführen, unterscheiden sich aber in ihren konkreten Attributwerten.
Wir schauen uns dazu das Beispiel eines Umgebungssensors an, der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte misst. Im Bauplan für einen Umgebungssensor ist dann festgelegt, dass jedes Sensor-Objekt eine Modellbezeichnung hat und einen aktuellen Messwert für die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit speichern kann. Außerdem sind Methoden definiert, um diese Messwerte zu aktualisieren und um zu prüfen, ob eine Warnung ausgelöst werden soll.
Die Klasse Umgebungssensor könnte also folgende Bestandteile haben:
-
Attribute
- Modellbezeichnung
- aktueller Temperaturwert
- aktuelle Luftfeuchtigkeit
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Konstruktor
- Beim Erzeugen wird die Modellbezeichnung des Sensors gesetzt
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Methoden
- Eine Methode aktualisiert die gemessenen Werte
- Eine Methode prüft, ob eine Warnung ausgelöst werden soll
Im späteren Teilkapiteln wirst du lernen, wie man so eine Übersicht grafisch in einem Klassendiagramm darstellen kann.